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By Manfred Brauneck

Das 20. Jahrhundert hat auch die Theaterkulturen der Welt einander nähergebracht. In diesem handlichen Band führt der renommierte Theaterhistoriker Manfred Brauneck in die Weltgeschichte einer Kunstform ein, die in allen Ländern der Welt stets tief im kultischen und gesellschaftlichen Leben verwurzelt struggle. Im Zentrum stehen die großen Theaterkulturen Europas, Indiens, Chinas und Japans, die über Jahrhunderte hinweg ihre eigenen ästhetischen Formen und Stile entwickelt haben. Ganz unterschiedlich waren auch die sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen, die Stoffe und Themen, das Zusammenspiel von Sprache, Bewegung, Tanz und Musik und die Zwecke, denen das Theater diente. Doch mit der Globalisierung ließen sich europäische Künstler vom Theater fremder Kulturen faszinieren, während guy sich außerhalb Europas am westlichen Theater zu orientieren begann. Das Theater der Gegenwart ist in vielfältiger Weise von den Theaterformen früherer Epochen und anderer Länder inspiriert. So wird dieses Buch für den heutigen Theaterbesucher zu einem unentbehrlichen Begleiter werden.

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Best Theatre books

Lysistrata and Other Plays (Penguin Classics)

3 performs through the comic of historical GreeceWriting on the time of political and social quandary in Athens, Aristophanes was once an eloquent but bawdy challenger to the demagogue and the sophist. The Achanians is a plea for peace set opposed to the history of the lengthy battle with Sparta. In Lysistrata a band of girls faucet into the extraordinary energy of intercourse on the way to finish a warfare.

Otherwise Engaged and Other Plays

Filenote: PDF is searchable snapshot ocr, 148 pages with front/back cover
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With his spouse away, Simon Hench, profitable writer and avid Wagnerite, is asking ahead to a protracted take heed to his new list of "Parsifal". however the intercourse difficulties of his lodger and his brother's wish to percentage his anxiousness turn into the start of a string of interruptions.

About the Author
Playwright Simon grey was once born in Hayling Island, Hampshire, England on October 21, 1936. He got levels from Dalhousie college in Halifax, Nova Scotia, Canada and from Cambridge collage. He has edited a literary assessment (like the characters within the universal Pursuit) and taught drama, poetry, and English literature in universities, either significant and provincial. He has written forty performs, tv performs, and screenplays and 5 novels, and tailored Fyodor Dostoevsky's The fool for the nationwide Theatre. a few of his works contain Butley, differently Engaged, Quartermaine's phrases, The Smoking Diaries, The yr of the Jouncer, and The final Cigarette. He died on August 6, 2008.

Antonin Artaud's Writing Bodies (Oxford Modern Languages and Literature Monographs)

Antonin Artaud (1896-1948), possibly top often called a dramatic theorist, is a vital yet tremendous tough author. This e-book reviews the advance of his considering, from the early texts of the Twenties via to the acclaimed yet lesser recognized Forties writings, on such matters because the physique, theology, language, id and the hunt for an elusive and unsayable self-presence, after which makes use of this as a framework within which to learn his past due texts.

Theatre and Evolution from Ibsen to Beckett

Evolutionary thought made its degree debut as early because the 1840s, reflecting a systematic development that was once speedy altering the realm. Tracing this improvement in dozens of mainstream ecu and American performs, in addition to in circus, vaudeville, pantomime, and "missing hyperlink" performances, Theatre and Evolution from Ibsen to Beckett unearths the deep, transformative entanglement between technology, paintings, and tradition nowa days.

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Mit der culture des indischen Theaters conflict dies insofern ein Bruch, als dieses die Unterscheidung von Tragödie und Komödie nicht kannte, ebenso wenig nur gesprochenes Theater ohne Musik und Tanz. 1831 wurde in Bengalen das erste Theatergebäude nach europäischem Vorbild errichtet. Indische Schauspieler spielten dort Stücke in englischer Sprache, die 1835 als Verwaltungssprache für den gesamten Subkontinent eingeführt wurde. Waren diese Anfänge der Adaption europäischen Theaters – so fragwürdig deren ästhetisches Niveau gewesen sein magazine – zunächst noch eine unmittelbare Folge des Zugriffs der in Indien lebenden Europäer auf einen marginalen Bereich des kulturellen Lebens, so führte dies – wenn auch sehr viel später – zu neuen Entwicklungen im indischen Theater. Anfang des 20. Jahrhunderts zeichnete sich dieser Prozess ab. Er ging von intellektuellen Kreisen innerhalb der indischen Unabhängigkeitsbewegung aus und setzte sich in postkolonialer Zeit, additionally nach 1947, castle. Ebenfalls ausgelöst durch den Einfluss Europas auf Indien wurde am Ende des 19. Jahrhunderts eine Reform der traditionellen Vorstellungen der hinduistischen faith eingeleitet. Aus dieser Reform ging der sogenannte Neo-Hinduismus hervor, der sich kritisch mit den Lehren dieser faith auseinandersetzte, auch mit der Tendenz des traditionellen Hindu-Glaubens zum Polytheismus und der Befürwortung des Kastenwesens. Von dieser religiösen Reformbewegung erhielt die politische Unabhängigkeitsbewegung wichtige Impulse. Zunehmend wurde auch die Sanskrit-Tradition als eine paintings �Goldenes Zeitalter» gefeiert, und deren Neubelebung galt als Quelle einer umfassenden Erneuerung von Kunst und Theater. Virulent wurde in diesem Zusammenhang jedoch die Spannung zwischen der politischen imaginative and prescient einer indischen country und den vielen indischen Regionen mit ihren Autonomieansprüchen (vgl. J. O’Shea 2007, 169f. ). Bereits 1885 conflict ein hinduistischer Nationalkongress gegründet worden, 1906 als Gegengewicht dazu die indische Muslimliga. Delhi wurde 1911 von den Briten zur Hauptstadt erklärt. Mahatma Ghandi (1869–1948) wurde durch seinen Aufruf zur Gewaltlosigkeit im politischen Widerstand, für die er bereits bei den indischen Einwanderern in Südafrika geworben hatte, zur Symbolfigur für ein �neues Indien». Doch erst mit dem Inkrafttreten der ersten indischen Verfassung 1950 wurde die endgültige Loslösung von Großbritannien besiegelt. Neben kulturpolitischen Initiativen zur Neubelebung altindischer Theatertraditionen wurde in den 1950er Jahren von Regierungsinstitutionen die Übersetzung von Theaterstücken aus den europäischen Sprachen gefördert. Schließlich aber schrieben junge indische Autoren für das Theater in ihren Landessprachen. Von denen sind, neben Hindi und Englisch als überregionale Sprachen, 21 Sprachen �offiziell» in die indische Verfassung aufgenommen worden. In mehr als 1500 Sprachen und regionalen Dialekten verständigen sich die mehr als 1,2 Mrd. Einwohner. Über 80 % davon sind Hindus, etwa 13 % Muslime, überwiegend Sunniten, und nur wenig mehr als 2 % sind Christen.

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