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By Peter Wohlleben

Ein neuer Blick auf alte Freunde

Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr! – Der Förster Peter Wohlleben erzählt faszinierende Geschichten über die ungeahnten und höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Dazu zieht er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit dem Wald und schafft so eine aufregend neue Begegnung für die Leser: Wir schließen Bekanntschaft mit einem Lebewesen, das uns vertraut schien, uns aber hier erstmals in seiner ganzen Lebendigkeit vor Augen tritt. Und wir betreten eine völlig neue Welt ...

Peter Wohlleben, geboren 1964, studierte Forstwirtschaft und arbeitete 23 Jahre in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. 2006 gab er seine Stelle auf und übernahm als Förster ein 1200 Hektar großes Waldgebiet in der Eifel. Dort setzt er seine Vorstellungen von einem ökologisch wie ökonomisch vertretbaren Naturschutz erfolgreich um. Nebenbei entdeckte er seine Lust am Schreiben.
Er ist Gast in zahlreichen TV-Sendungen und gibt sein Wissen in Büchern und Seminaren, aber auch durch ungewöhnliche occasions wie den Bau von Blockhäusern weiter.

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Waldameisen dagegen lieben den Zuckersaft und schlürfen ihn direkt von deren Hinterteil. Um den Vorgang zu beschleunigen, betrillern sie es mit ihren Fühlern, wodurch ein Reiz ausgelöst wird, der die Blattlaus zum Urinieren zwingt. Und damit keine anderen Räuber auf die Idee kommen, solch wertvolle Läusekolonien einfach zu fressen, werden die Tiere von den Ameisen beschützt. Es ist eine regelrechte Kleinviehhaltung, die dort oben in den Baumkronen betrieben wird. Und was once die Ameisen nicht verwerten können, bleibt nicht einfach ungenutzt. Der süße movie, der die crops rund um den befallenen Baum überzieht, wird rasch von Pilzen und Bakterien besiedelt. Dabei verfärbt er sich schimmelig schwarz. Unsere Honigbienen nutzen übrigens ebenfalls Blattlausfäkalien. Sie saugen die süßen Tropfen ein, transportieren sie zum Bienenstock, würgen sie dort wieder hervor und verarbeiten sie dann zu dunklem Waldhonig. Er ist bei Käufern besonders begehrt, obwohl er mit Blüten absolut nichts zu tun hat. Gallmücken und -wespen gehen wesentlich raffinierter vor. Anstatt die Blätter anzustechen, programmieren sie diese um. Dazu legen die erwachsenen Tiere ihre Eier an die Blätter von Buchen oder Eichen. Die schlüpfenden Larven beginnen zu fressen, und durch chemische Verbindungen in ihrem Speichel beginnt aus dem Blatt eine Schutzhülle zu wachsen. Ob zipfelig (Buche) oder kugelrund (Eiche), im Inneren ist der Insektennachwuchs vor Fressfeinden geschützt und kann in Ruhe vor sich hin mümmeln. Im Herbst fallen die Gebilde mitsamt ihren Insassen herunter, die sich verpuppen und bis zum Frühjahr schlüpfen. Speziell an Buchen kann es zu massenhaftem Befall kommen, der den Bäumen aber nur wenig schadet. Schmetterlingsraupen hingegen haben es nicht auf Zuckersaft, sondern gleich auf die ganzen Blätter und Nadeln abgesehen. Bei einzelnen Exemplaren macht das den Bäumen nichts aus, doch in regelmäßigen Zyklen kommt es zu Massenvermehrungen. So etwas habe ich vor einigen Jahren in einem Eichenbestand meines Reviers erlebt. Es warfare Juni, als mir die Bäume, die den steilen Südhang eines Bergs bedeckten, mit Erschrecken ins Auge fielen. Das frisch ausgetriebene Laub warfare weitestgehend verschwunden, der Wald stand kahl vor mir wie im wintry weather. Als ich aus dem Jeep ausstieg, hörte ich ein lautes Rauschen wie bei heftigem Gewitterregen. Doch das Wetter mit dem strahlend blauen Himmel konnte kaum die Ursache sein. Nein, es battle der Kot von Millionen Raupen des Eichenwicklers, der mir als schwarze Kügelchen tausendfach auf Kopf und Schultern prasselte – igitt! Ähnliches ist Jahr für Jahr in den großen Kiefernwäldern Ost- und Norddeutschlands zu beobachten. Die Massenvermehrung von Schmetterlingsarten wie der Nonne oder des Kiefernspanners wird durch die eintönigen Wirtschaftswälder begünstigt. Meist treten im späteren Verlauf Viruserkrankungen auf, die die Populationen wieder zusammenbrechen lassen. Der Fraß der Raupen endet mit kahlen Kronen im Juni, und die Bäume mobilisieren nun ihre letzten Reserven, um noch einmal auszutreiben.

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